Programm

Stand: 03.09.2026

Adresse des Veranstaltungsorts:
Andreas-Pfitzman-Bau, Nöthnitzer Str. 46, 01187 Dresden

Donnerstag, 24.09.2026
09:00 - 10:00
09:00 - 10:00   APB, Raum E023  
Prof. Dr. Gunnar Auth (HSF Meißen), Prof. Dr. Tim Pidun (HTW Dresden), Dr. Michael Räckers (FG VI), Tanja Krins (FB RVI)
Begrüßung und Eröffnung

Impulsvortrag von Prof. Dr. Ronald Böck, LECOS-Professur für softwarebasierte Verwaltungsautomation, HSF Meißen: Agentensysteme und Human-Machine Interaction als Wegbegleiter der Souveränität und Resilienz?!

10:00 - 11:00
10:00 - 10:30   APB, Raum E023  
Sander Frank und Jörn von Lucke
Anforderungen an digitale öffentliche Resilienz zur Sicherstellung von ziviler Verteidigungsfähigkeit
10:00 - 10:30   APB, Raum E001  
László von Kacsoh, Nikolay Tcholtchev, Holger Hünemohr, Martin Gergeleit, Marc Stöttinger, Steffen Reith, Philipp Schaible, Nadine Baumann, Tahar Schaa und Nico Klein
Komponenten der IT-Architektur eines Hessischen Souveränitäts-Modells
10:00 - 10:30   APB, Raum E005  
Stefan Handke und Marianna Rovner
Nutzerzentrierte Architekturgestaltung der European Digital Identity (EUDI) Wallet: Eine ko-kreative Evaluation zur Minimierung administrativer Lasten in der kommunalen Implementierungspraxis
10:30 -11:00   Kaffeepause
11:00 - 12:30
APB, Raum E023 Digitale Resilienz
APB, Raum E001 Tim Pidun KI-Governance
APB, Raum E005 Workshop
11:00 - 11:30
Elisa Tietz
Informationssicherheit in Behörden: Analyse der Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hessischen Ministerium der Finanzen
11:30 - 12:00
Leonhardt Hollatz, Yannic Stoer, Luisa Wittig und Lukas Strey
Anwendungsmöglichkeiten und bestehende Herausforderungen für den Einsatz von LLMs im Geschäftsprozessmanagement mit BPMN
12:00 - 12:30
Eric Börner
Mapping Individual Benefits: Citizen-Centric Open Government Data Applications
11:00 - 11:30
Mariia Kolisnyk
Zwischen Orientierung und Verbindlichkeit: Soft-Law-Governance von KI in Schweizer Kantonsverwaltungen
11:30 - 12:00
Meryem Schöck, Nicolai Krüger und Frank Teuteberg
KI-gestützte Urban Hubs als Governance-Artefakte der Verwaltungsinformatik: Ein State-of-the-Art-Review zu Konzepten, Dimensionen und organisationalen Forschungslücken
12:00 - 12:30
Tim Pidun und Detlef Rätz
Idee, Disziplin, Bildungslandschaft: Das Sächsische Modell der Verwaltungsinfomatik
11:00 - 12:30
Vera Spitzer, Anchal Dua und Maria A. Wimmer
Inklusive Digitale Zwillinge für kleine Kommunen: Anforderungen, Praxisperspektiven und ko-kreative Entwicklung

Inhaltsbeschreibung

Digital Twins werden zunehmend als zentrale Bausteine datenbasierter Verwaltungssteuerung, kommunaler Planung und smarter Regionen diskutiert. Bestehende Forschungs- und Praxisinitia-tiven fokussieren jedoch überwiegend auf Großstädte und Smart-City-Kontexte, während kleine Kommunen bislang wenig berücksichtigt werden. Gleichzeitig stehen kleine Kommunen und ländliche Räume vor besonderen Herausforderungen wie begrenzten personellen und finanziel-len Ressourcen, heterogenen Datenlandschaften sowie steigenden Anforderungen an Beteili-gung und nachhaltige Entwicklung. Der Workshop diskutiert, wie inklusive kommunale Digitale Zwillinge für kleine Kommunen praxisnah, ressourcenschonend und partizipativ gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stehen technische, organisatorische und gesellschaftliche Anforderun-gen sowie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis. Der Workshop richtet sich ausdrücklich sowohl an Forschende als auch an Praktikerinnen und Praktiker. Der Workshop ist im Kontext des Forschungsprojekts „DiTKo“ angesiedelt. DiTKo entwickelt praxis-nahe und übertragbare Ansätze für kommunale Digitale Zwillinge in kleinen Kommunen mit maximal 5000 Einwohnern. Im Fokus stehen ressourcenschonende Lösungen für Datenintegration, Visualisierung, Szenarioanalysen und partizipative Planungsprozesse.

Der Workshop orientiert sich methodisch am Science-and-Technology-Roadmapping-Ansatz nach. Nach einer kurzen Einführung in das Forschungsprojekt DiTKo sowie aktuelle Entwicklun-gen im Bereich kommunaler Digitaler Zwillinge arbeiten die Teilnehmenden in moderierten World-Café-Formaten anhand eines Zukunftsszenarios für kleine Kommunen. Dabei werden technische, organisatorische sowie gesellschaftliche Anforderungen kollaborativ erarbeitet. Im Fokus stehen insbesondere technische Aspekte wie Interoperabilität, Datenintegration, Usability und föderierte Architekturen, organisatorische Aspekte wie Verwaltungsressourcen, Umsetzbar-keit und Kompetenzen sowie gesellschaftliche und Governance-bezogene Fragestellungen wie Partizipation, Transparenz, Zugänglichkeit und die Rolle ehrenamtlicher kommunalpolitischer Akteure. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden abschließend gemeinsam diskutiert und konsolidiert. Erwartet werden praxisnahe Impulse für Forschung und Verwaltung, Anforderungen und Entwicklungsperspektiven für inklusive kommunale Digital Twins sowie eine stärkere Ver-netzung innerhalb der Verwaltungsinformatik-Community.

12:30 - 14:00
12:30 -14:00   Lunch & Networking
14:00 - 16:00
14:00 - 15:30   APB, Raum E023 Keynote von Manuel Atug, Gründer und Sprecher der unabhängigen AG KRITIS Paneldiskussion mit Dr. Norbert Ahrend (Arvato Systems), Dr. Daniela Dylakiewicz (CIO des Freistaats Sachsen), Stefan Heumann (Agora Digitale Transformation), Dr. Juliane Hundert (Sächsische Datenschutzbeauftragte) und Prof. Dr. Maria Wimmer (Univ. Koblenz), Moderation Dr. Michael Räckers (Univ. Münster)
15:30 -16:00   Kaffeepause
16:00 - 17:30
APB, Raum E023 Digitale Souveränität
APB, Raum E001 Gunnar Auth Verwaltungsmodernisierung
APB, Raum E005 Tanja Krins Workshop
16:00 - 16:30
Fjolla Berisha, Peter Mooney, Zohreh Pourzolfagar und Markus Helfert
Normalising Sovereign Data Sharing Architectures
16:30 - 17:00
Wojciech Kwasnik, Jessica Schumacher, Kim Ballmes und Maria A. Wimmer
Digitale Souveränität und Dezentrales Rollen- und Rechtemanagement für die Zentrale Datendrehscheibe ‚BKS-Portal.rlp‘
17:00 - 17:30
Christian Weidner
From End-User Development to Low-Code Platforms: A Systematic Literature Review
16:00 - 16:30
Tim Pidun, Marco Brunzel, Oliver Crönertz und Michel Michalkow
A Performance Management System featuring the Six Design Dimensions for Public Service Digitalization
16:30 - 17:00
Toni Schmidt und Gunnar Auth
Generative KI im Projektmanagement der öffentlichen Verwaltung: Eine strukturierte Literaturanalyse zu Anwendungspotenzialen und Hemmnissen
17:00 - 17:30
Nicolai Krüger und Frank Teuteberg
Towards an AI Discoverability Index (ADI): An Empirical Study of German Municipal Service Portals
16:00 - 17:30
Tanja Krins, Kathrin Pahl, Heiko Stanzick und Gabriele Vollmar
Wissenserhalt als Voraussetzung für die Resilienz von Verwaltungen: Vom Kompetenzmanagement zum nachhaltigen Wissenstransfer

Inhaltsbeschreibung

Die Sicherung und Weiterentwicklung von Wissen bilden die Basis für die Funktions- und Zu-kunftsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der steigenden Komplexität staatlicher Aufgaben sowie wachsender regulatorischer Anforderungen gewinnt ein systematischer Wissenstransfer zunehmend an strategischer Bedeutung. Gleichzei-tig erweist sich Wissensmanagement als zentraler Beitrag zur organisationalen Resilienz und zur Risikominimierung. Wissenschaft und Praxis beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie relevantes Wissen identifiziert, gesichert und weitergegeben werden kann. Die Bandbreite der Ansätze reicht von frühen, stark technisch geprägten Lösungen (z. B. Wissensdatenbanken) über personalintensive Instrumente wie Doppelbesetzungen bis hin zu aktuellen, KI-gestützten Szenarien. Trotz dieser Vielfalt fehlt es in vielen Verwaltungen an einem integrierten und zugleich pragmatischen Ansatz, der die nachhaltige Umsetzung von Wissenserhalt und Wissenstransfer unterstützt.

Der Workshop knüpft an die Publikation „Wissenstransfer und Onboarding in der öffentlichen Verwaltung“ (ISSN 2511-4883, 2025) an und zeigt, wie Kompetenzmanagement als Ausgangs-punkt für einen systematischen Wissenstransfer nutzbar gemacht werden kann. Im Mittelpunkt steht ein praxiserprobter Ansatz zur systematischen Kompetenzermittlung, mit dem sich für die Aufgabenerfüllung kritisches Wissen strukturiert identifizieren lässt.

Dazu werden unterschiedliche Umsetzungsszenarien für Wissenstransfer vorgestellt, darunter:

  • strukturierte Übergabeprozesse (z. B. bei Personalwechseln)
  • erfahrungsbasierte Transferformate (z. B. peer-gestützte Formate)
  • Möglichkeiten und Potenziale KI-unterstützter Ansätze zur Wissenssicherung

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, wie diese Ansätze zur Stärkung von Resilienz und Souveränität beitragen können – etwa durch die Reduktion von Wissensverlusten, die Verringe-rung von Abhängigkeiten von Einzelpersonen oder externen Dienstleistern sowie die Sicherung kritischer Verwaltungsprozesse.

19:00 - 22:30
19:00 - 22:30   Schlösserrundfahrt & Dinner auf der Elbe
Freitag, 25.09.2026
09:00 - 11:00
APB, Raum E023 Rechtsinformatik
APB, Raum E001 Verwaltungsmodernisierung 2
APB, Raum E005 Workshop
09:00 - 09:30
Osman Anil Basaran und Michael Kohlhase
Flexiformal Legal Domain Model
09:30 - 10:00
Silke Homann-Vorderbrück und Robin Bergenthum
Von textuellen Wissensbeständen zu Prozessmodellen
10:00 - 10:30
Amin Tebtoub, Richard Brennecke, Christian Hrach, Marie-Luise Lindner, Janin Rahn, Stephan Burow und André Ludwig
Von Rechtstexten zu Prozessen
09:00 - 09:30
Rika Koch und Lara Burkhalter
Informationssicherheit bei öffentlichen IT-Vergaben
09:30 - 10:00
Stefan Achler
Ein IT-Projekt-Canvas für die öffentliche Verwaltung Ein praxisnahes Werkzeug zur Strukturierung von Digitalisierungsprojekten
09:00 - 10:30
Igor Lucic und Kilian Schmidt
Souveräne KI-Infrastruktur in der kommunalen Verwaltung – Von der Pilotphase zur flächendeckenden Einführung: Praxis, Governance und digitale Unabhängigkeit
10:30 -11:00   Kaffeepause
11:00 - 12:30
APB, Raum E023 KI & Daten
APB, Raum E001 Modelle, Architektur, Governance
APB, Raum E005 Fraunhofer ÖFIT Workshop
11:00 - 11:30
Falk Mahlendorf und Kurt Sandkuhl
Generative KI in der Führungskräfte- und Teamberatung: Ergebnisse einer explorativen Studie
11:30 - 12:00
Nora Schulze und Oliver Jokisch
Priorisierte Einflussfaktoren für KI-Projekte in der öffentlichen Verwaltung: Eine explorative Fallstudie mit Studierenden der Digitalen Verwaltung
12:00 - 12:30
Azadeh Jalilian, Andreas Winter und Christian Schoenberg
Navigating the Data Flood with Metadata
11:00 - 11:30
Heinz Conti Zacherl, Maximilian Enderling, Norman Klewer und Marianne Mauch
Domänenübergreifendes, semantisch interoperables Verwaltungsglossar aus Codelisten
11:30 - 12:00
Tobias Baum and Tristan Hörmann
Browserbasierte Föderation als Architekturprinzip für Dokumentenportale
12:00 - 12:30
Rick Lutzens, Ulrike Lucke und Detlef Sack
Governance-Optionen eines nationalen digitalen Bildungsökosystems: Theoriegeleitetes Design mit Instrumenten des IT Service Managements
11:00 - 12:30
Mike Weber
Resiliente Transformation: Digitale Adaptation aus der Binnenperspektive

Inhaltsbeschreibung

Die Diskussion um die digitale Transformation der Verwaltung hat sich aus einschlägigen Fach-kreisen inzwischen bis auf die große politische Bühne ausgeweitet. Eine problemlösende, kom-fortable öffentliche Verwaltung gilt als ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit des Landes. Ent-sprechend mangelt es nicht an Empfehlungen und Ratschlägen für notwendige Änderungen und politische Maßnahmen. Dabei ist auffällig, dass die öffentlich Bediensteten oft genug nur als Objekt der Handlungsempfehlungen vorkommen, die mal in einer neuen Organisationskultur arbeiten, mal durch Kompetenzaufbau für gegenwärtige Herausforderungen befähigt werden sollen.

Mit dem Verwaltungsmonitor, einer Pilotstudie für eine groß angelegte, wiederkehrende Befra-gung öffentlich Bediensteter, wird konsequent aus der Perspektive der Betroffenen, die die digita-le Transformation umsetzen sollen, auf die relevanten Aspekte geschaut. Zum Zeitpunkt des Workshops liegen bereits erste Ergebnisse der Befragung vor. Der Workshop verfolgt daher drei Fragestellungen, die anhand eines empirisch auffälligen Themenfeldes aus dem Fragebogen (etwa Dienstleistersteuerung, Kompetenzen, KI-Einsatz) bearbeitet werden: Wie valide erfasst der Fragebogen die interessierenden Konstrukte? Wie lassen sich die empirischen Auffälligkeiten erklären? Und: Welche Beiträge zur Verbindung von Resilienz und Souveränität auf der einen Sei-te und Innovationsorientierung auf der anderen Seite lassen sich aus den Befragungsergebnis-sen ableiten?

Nach einer kurzen Einführung in das Vorhaben, den Aufbau des Verwaltungsmonitors und das noch festzulegende Themenfeld aus dem Fragebogen erfolgt die Bearbeitung im Workshop ent-lang der drei Fragestellungen. Zunächst werden zentrale Befunde und empirische Auffälligkeiten knapp vorgestellt und gemeinsam auf Verständlichkeit, Plausibilität und Anschlussfähigkeit ge-prüft. Anschließend diskutieren die Teilnehmenden in Kleingruppen, welche Erfahrungen aus der Verwaltungsforschung und -praxis die Ergebnisse stützen, relativieren oder erklären können. In einer zweiten Arbeitsphase werden mögliche Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung des Fragebogens sowie für die Verbindung von Resilienz, Souveränität und Innovationsorientierung erarbeitet. Die Ergebnisse der kurzen Kleingruppenarbeiten werden im Plenum zusammengetra-gen, verdichtet und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die weitere Auswertung und konzeptionelle Weiterentwicklung des Verwaltungsmonitors reflektiert.

12:30 - 13:00
12:30 - 13:00   Ausblick RVI 2027 & Verabschiedung