Die Diskussion um die digitale Transformation der Verwaltung hat sich aus einschlägigen Fach-kreisen inzwischen bis auf die große politische Bühne ausgeweitet. Eine problemlösende, kom-fortable öffentliche Verwaltung gilt als ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit des Landes. Ent-sprechend mangelt es nicht an Empfehlungen und Ratschlägen für notwendige Änderungen und politische Maßnahmen. Dabei ist auffällig, dass die öffentlich Bediensteten oft genug nur als Objekt der Handlungsempfehlungen vorkommen, die mal in einer neuen Organisationskultur arbeiten, mal durch Kompetenzaufbau für gegenwärtige Herausforderungen befähigt werden sollen.
Mit dem Verwaltungsmonitor, einer Pilotstudie für eine groß angelegte, wiederkehrende Befra-gung öffentlich Bediensteter, wird konsequent aus der Perspektive der Betroffenen, die die digita-le Transformation umsetzen sollen, auf die relevanten Aspekte geschaut. Zum Zeitpunkt des Workshops liegen bereits erste Ergebnisse der Befragung vor. Der Workshop verfolgt daher drei Fragestellungen, die anhand eines empirisch auffälligen Themenfeldes aus dem Fragebogen (etwa Dienstleistersteuerung, Kompetenzen, KI-Einsatz) bearbeitet werden: Wie valide erfasst der Fragebogen die interessierenden Konstrukte? Wie lassen sich die empirischen Auffälligkeiten erklären? Und: Welche Beiträge zur Verbindung von Resilienz und Souveränität auf der einen Sei-te und Innovationsorientierung auf der anderen Seite lassen sich aus den Befragungsergebnis-sen ableiten?
Nach einer kurzen Einführung in das Vorhaben, den Aufbau des Verwaltungsmonitors und das noch festzulegende Themenfeld aus dem Fragebogen erfolgt die Bearbeitung im Workshop ent-lang der drei Fragestellungen. Zunächst werden zentrale Befunde und empirische Auffälligkeiten knapp vorgestellt und gemeinsam auf Verständlichkeit, Plausibilität und Anschlussfähigkeit ge-prüft. Anschließend diskutieren die Teilnehmenden in Kleingruppen, welche Erfahrungen aus der Verwaltungsforschung und -praxis die Ergebnisse stützen, relativieren oder erklären können. In einer zweiten Arbeitsphase werden mögliche Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung des Fragebogens sowie für die Verbindung von Resilienz, Souveränität und Innovationsorientierung erarbeitet. Die Ergebnisse der kurzen Kleingruppenarbeiten werden im Plenum zusammengetra-gen, verdichtet und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die weitere Auswertung und konzeptionelle Weiterentwicklung des Verwaltungsmonitors reflektiert.